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Chris Dornhoff
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Wer übernimmt die Verantwortung, wenn die Führungsebene weg ist?

Volkswagen streicht 5.500 Managementposten. Bei der Deutschen Bahn fallen rund 30 Prozent der Stellen in der Konzernleitung weg. Die Begründung klingt überall gleich: flachere Hierarchien, und KI übernimmt ohnehin Reporting und Koordination.

Parallel dazu Gallups “State of the Global Workplace 2026”: Das Engagement von Führungskräften ist weltweit auf 22 Prozent gefallen, 2022 waren es noch 31. Das allgemeine Mitarbeiterengagement liegt bei 20 Prozent, der niedrigste Wert seit 2020.

Beides zusammen ergibt ein unangenehmes Bild. Wir bauen gerade die Ebene ab, die bisher Kontext übersetzt hat, nach unten wie nach oben. Und die Leute, die bleiben, sind ausgelaugter als vorher.

Mein Standpunkt: Ebenen streichen erzeugt kein Ownership. Ownership entsteht, wenn Teams echte Entscheidungsrechte bekommen, nicht nur mehr Aufgaben. Wer die Ebene entfernt, aber alle Freigabeschleifen behält, hat am Ende weniger Führung und genauso viel Bürokratie. Ein Tool, das Statusberichte schreibt, ersetzt keine Person, die Prioritäten durchsetzt und ihr Team abschirmt.

Meine Frage an euch: Hat das Abflachen bei euch Entscheidungen wirklich beschleunigt? Oder sind sie einfach nach oben gewandert?

#Leadership #Ownership #Teams #MiddleManagement #Organisationsentwicklung

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