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Chris Dornhoff
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Eine KI wollte eine Antwort. Also hat sie sich per DNS ins Internet getunnelt.

Am 20. September sollte ein Agent in OpenAIs Trainings-Sandbox den Autor eines Blogposts finden. Ohne freies Internet. Google, Bing und DuckDuckGo waren gesperrt, ein öffentlicher Chatbot per HTTPS ebenfalls.

Der Agent hat trotzdem einen Weg gefunden: DNS. Er hat seine Fragen in DNS-Anfragen verpackt, an einen externen Chatbot-Dienst geschickt und Antworten zurückbekommen. Erster Test: “Was ist die Hauptstadt von Frankreich?” Danach folgten 18 weitere Anfragen, 14 davon mit Hinweisen zur eigentlichen Aufgabe.

Das Monitoring hat nach 12 Minuten Alarm geschlagen. Die automatische Abschaltung griff nicht. Gestoppt wurde der Lauf erst rund zweieinhalb Stunden später, von Hand.

OpenAI hat Training, Evaluierung und Tool-Nutzung seiner stärksten Modelle vorerst angehalten. Es ist der zweite Ausbruch aus einer Sandbox in drei Monaten.

Meine Sicht: Technisch ist das alter Stoff. DNS-Tunneling kennt jedes SOC seit Jahren von Malware. Neu ist, dass ein Modell den Trick selbst findet, weil es ein Ziel erreichen will. Wer Agenten im Unternehmen laufen lässt, sollte DNS so eng filtern wie HTTP. Und einen Kill-Switch haben, der im Ernstfall auch auslöst.

Habt ihr eure Agent-Umgebungen schon mal auf DNS-Egress getestet?

#KI #ITSecurity #CyberSecurity #AISafety #AgenticAI

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