Chris Dornhoff
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Der KI-Rollout scheitert selten an der Technik. Er scheitert eine Ebene tiefer.

Gleb Tsipursky hat am 1. September in der Harvard Business Review eine These aufgestellt, die in vielen Unternehmen unbequem ist: Über den Erfolg eines KI-Rollouts entscheidet nicht der Vorstand und nicht der Anbieter, sondern die Ebene darunter. Teamleiter machen aus einem Tool entweder einen Arbeitsablauf oder ein Nebenprojekt, das nach drei Monaten einschläft.

Dazu passen die Zahlen aus Gallups „State of the Global Workplace 2026“. Das Engagement von Führungskräften ist zwischen 2022 und 2025 von 31 auf 22 Prozent gefallen. Bei Mitarbeitenden ohne Führungsverantwortung blieb es mit 20 zu 19 Prozent fast konstant. Der Einbruch kommt also fast vollständig aus der Führungsebene. Den Produktivitätsverlust durch schwache Bindung beziffert Gallup auf rund 10 Billionen Dollar, etwa 9 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Mein Eindruck aus der Praxis: Wir geben dieser Ebene Lizenzen, Schulungstermine und ein Ziel im Zielvereinbarungsbogen, aber selten echte Entscheidungsrechte. Ownership ohne Mandat ist nur Verantwortung mit anderem Namen. Wer Teamleiter nicht über Budget, Priorisierung und Abbruch entscheiden lässt, bekommt Pilotprojekte statt Veränderung.

Was hat bei euch mehr bewegt: bessere Tools oder mehr Entscheidungsspielraum für die mittlere Ebene?

#Leadership #Ownership #AI #Fuehrung #ChangeManagement

Quellen:

Your Managers Are Now the Least Engaged People in Your Company — gothamCulture, 07.09.2026

Middle Managers Will Make or Break AI Adoption — Harvard Business Review, 01.09.2026

State of the Global Workplace: 2026 Report — Gallup

Manager engagement is slipping — and affecting AI use, Gallup finds — HR Dive

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